Prognose: Mehr Neubau als Renovierung

Trendwende in der Bauwirtschaft: In den nächsten drei Jahren wird in ganz Westeuropa der Neubau stärker wachsen als die Renovierung. Davon geht das Marktforschungsinstitut B+L Markdaten aus. Diese Einschätzung, die im Gegensatz zur häufig betonten Stärke der Renovierungsmärkte steht, basiert auf aktuellen Indikatoren wie steigende Baugenehmigungen und stabile Finanzierungskosten, die den Neubau begünstigen. Die Investitionsbereitschaft in Renovierungen bleibt dagegen verhalten.
ln Deutschland zeigt sich derzeit eine stabile Aufwärtsbewegung bei den Baugenehmigungen im Wohnungsbau: Von Januar bis Oktober 2025 wurden rund 160.000 Wohnungen im Neubau (inkl. Bestand 195.400) genehmigt - ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der
Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) prognostiziert für 2026 ein reales Umsatzplus von 2,5 %. Im Nichtwohnbau stützt sich die Stabilität 2026 noch auf verzögerte Projekte aus den Boomjahren 2022 und 2023. Ab 2027 jedoch droht ein breiter Rückgang, da die Projektpipeline dann erschöpft ist und neue Genehmigungen ausbleiben.
ln der Schweiz entwickelt sich die Bauwirtschaft erneut stabiler als in den Nachbarländern, getragen von kontinuierlichen Investitionen und moderatem Wachstum. ln Österreich scheint der Tiefpunkt erreicht: Erste Indikatoren signalisieren nicht nur einen leichten Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sondern auch der Bautätigkeit, mit einer erwarteten Beschleunigung ab 2026.
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Heimtextil kooperiert ab 2027 mit Hospitality Interiors Europe
Die
Messe Frankfurt baut das Objektgeschäft der
Heimtextil durch eine strategische Partnerschaft mit dem Veranstalter Strive Exhibitions massiv aus. Ab 2027 wird das neue Format Hospitality Interiors Europe (HINT) parallel zur Weltleitmesse stattfinden und eine eigene Halle für High-End-Einrichtungskonzepte bespielen. Die Kooperation zielt darauf ab, die textile Expertise der Heimtextil mit einem spezialisierten Netzwerk aus Hotellerie, Projektentwicklung und Innenarchitektur zu verknüpfen. Für die Branche bedeutet dies einen verbesserten Zugang zu Entscheidern aus den Bereichen Resort, Wellness und Pflege. Bereits auf der kommenden Heimtextil 2026 wird sich das neue Format mit einem eigenen Lounge-Areal präsentieren, um die künftigen Synergien vorzustellen. Damit positioniert die Messe Frankfurt das Hospitality-Segment als zentralen Wachstumstreiber für das globale Objektgeschäft.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenParkettleger-Innungen: Fusion im Nordwesten

Die Innung Parkett- und Fußbodentechnik Lüneburg-Stade und die Bezirksinnung Parketthandwerk und Fußbodentechnik Niedersachsen/West haben sich zum 1. Januar 2026 zusammengeschlossen. Die neu formierte "
Bezirksinnung Parketthandwerk und Fußbodentechnik Nord/West" deckt künftig nahezu ganz Niedersachsen ab und verzeichnet seit fünf Jahren kontinuierlich steigende Mitgliederzahlen.
Bereits im Mai 2025 hatten die Mitglieder beider Innungen dem Zusammenschluss zugestimmt. Bis zur nächsten Wahl bilden Stephan Ankert (1. Obermeister) und Steffen Jacksteid (2. Obermeister) gemeinsam die Vorstandsspitze. Weitere Vorstandsmitglieder sind Heiko Böger, Fitim Beqiraj, Bernd Klute, Oliver Große und Kai Abker. "Mit dem einstimmigen Fusionsbeschluss zur neuen Bezirksinnung Parketthandwerk und Fußbodentechnik Nord/West setzen die Mitglieder beider Innungen ein klares Zeichen für Zusammenhalt, für eine starke Interessenvertretung und für die Zukunft des Parkett- und Bodenlegerhandwerks in Niedersachsen/Bremen", blickt der Vorstand mit Zuversicht nach vorn.
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parkettmagazin.de.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenHagebau gewinnt Fritz Baustoffe als neuen Gesellschafter
Fritz Baustoffe (Ottobrunn) ist zum 1. Januar 2026 mit seinen fünf bayerischen Niederlassungen der
Hagebau-Kooperation beigetreten. Der 1925 gegründete Baustoffhandel betreibt mit rund 95 Mitarbeitern Standorte in Rimsting, Ottobrunn, Weilheim, Erlangen und Deisenhofen. Das Sortiment umfasst Baustoffe für Hoch- und Tiefbau, Ausbau und Estrich, Dach sowie den Garten- und Landschaftsbau.
"Der Schritt zur Hagebau ist für uns eine unternehmerisch sinnvolle Entscheidung", erklärt Othmar Lutz, Geschäftsführer von Fritz Baustoffe. "Die Kooperation bietet uns Lösungen, die uns im Tagesgeschäft unterstützen und uns helfen, unsere Standorte dort weiterzuentwickeln, wo es für unsere Kunden wichtig ist." Christian Rabe, Geschäftsführer Hagebau Fachhandel, wertet den Beitritt als Bestätigung der aktuellen Entwicklung der Soltauer Kooperation: "Wenn ein Unternehmen wie Fritz Baustoffe - klar in seinem Markt positioniert, nah an den Kunden und mit einem starken Sortiment - den Weg in die Hagebau wählt, zeigt das, dass unser Modell für den Fachhandel attraktiv ist."
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenSüdbund: Wechsel im Vorstand

Zum 1. Januar 2026 hat Thomas Reusch die Funktion des nebenamtlichen Vorstands beim
Südbund übernommen. Er folgt auf Andreas Well, der nach mehr als 16 Jahren Tätigkeit für den Einkaufsverband mit Erreichen der satzungsgemäßen Altersgrenze ausgeschieden ist. Hauptamtlicher Vorstand ist weiterhin Klaus Kurringer.
Thomas Reusch vertrat jahrelang als Aufsichtsrat und zuletzt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender die Interessen der im Südbund organisierten Fachgeschäfte und Handwerksbetriebe. Der Obermeister der Raumausstatterinnung Reutlingen Tübingen führt selbst seit 2003 einen Betrieb im baden-württembergischen Metzingen in vierter Generation.
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Hamat: Björn Schultz kommt als Sales Manager D/A/CH von Mflor

Der niederländische Bodenbelagshersteller
Hamat verstärkt sein Team: Zum 1. Januar 2026 hat Björn Schultz die Position des Sales Managers für die D/A/CH-Region im Bereich LVT-Designbeläge übernommen. Mit diesem Neuzugang forciert das Unternehmen strategisch den Ausbau seines LVT-Segments in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Hamat, international vorwiegend als Hersteller von Eingangsmatten, Kunstrasen und Teppichböden bekannt, erweitert seit geraumer Zeit sein Portfolio der Designbeläge. Die Berufung von Schultz unterstreicht die Ambition des Unternehmens, diese Produktsparte in den deutschsprachigen Märkten zu verwurzeln und die Wachstumsstrategie weiter voranzutreiben. Björn Schultz kennt die Bodenbranche seit drei Jahrzehnten. Er war unter anderem im Vertrieb bei
RZ,
Balterio,
Brüder Schlau, Flooring Concept und
Mflor tätig.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenEgger Gruppe steigert Umsatz auf 2,15 Mrd. Euro
Der österreichische Holzwerkstoffhersteller
Egger hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26 (31. Oktober) eine stabile Entwicklung erzielen können: Der konsolidierte Umsatz betrug rund 2,15 Mrd. EUR (+2,6 %), das EBITDA belief sich auf 293,3 Mio. EUR (-8,4 %). Der Produktbereich für den konstruktiven Holzbau und Fußböden erwirtschaftete einen unkonsolidierten Umsatz von 365,1 Mio. EUR (+4,0 %).
"Die anhaltende Konsumschwäche, die schwache Baukonjunktur in den Kernmärkten sowie globale Unsicherheiten prägten die Rahmenbedingungen", teilte die Gruppe mit 12.000 Mitarbeitern mit. Vor allem die Nachfrage im Fußbodenbereich gestalte sich schwach und die fehlende Neubautätigkeit konnte nur teilweise durch Renovierungen kompensiert werden. Der daraus resultierende Preisdruck werde sich voraussichtlich im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen: "Daraus ergibt sich auch für das zweite Geschäftshalbjahr 2025/26 eine gedämpfte Umsatz- und Ergebniserwartung."
Egger setzt dennoch seine langfristige Investitionsstrategie fort: Im ersten Halbjahr tätigte die Gruppe Investitionen in Höhe von 248,6 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 218,4 Mio. EUR). Hervorzuheben ist das mehrstufige Großprojekt im Werk Markt Bibart in Bayern. Bis 2026 fließen dort mehr als 200 Mio. EUR in die Bereiche Nachhaltigkeit, Veredelung und Automatisierung.
Der SN-Home Newsletter: Hier kostenlos anmeldenHochbau: Auftragseingang im Dreimonatsvergleich um knapp 10 Prozent gestiegen

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Oktober 2025 gegenüber September 2025 kalender- und saisonbereinigt um 11,8 % gesunken. Laut Statistischem Bundesamt ist dabei zu berücksichtigen, dass im Vormonat aufgrund von Großaufträgen der höchste Wert seit März 2022 registriert worden war. Im Hochbau fiel das Minus mit 5,8 % unterdurchschnittlich aus. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang von August 2025 bis Oktober 2025 im Hochbau um 9,8 % höher als in den drei Monaten zuvor.
Im Vergleich zum Oktober 2024 nahm der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang im Hochbau um 8,1 % zu.
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