Kährs:
Rentabel trotz Umsatzeinbruch
Der Nettoumsatz von Kährs ist um 18 % auf 863 Mio. SEK (ca. 73,2 Mio. EUR) gesunken. Dies korreliert mit der Entwicklung der Hauptmärkte des Unternehmens. Gründe dafür sind die Flaute im Handelssegment in den nordischen Ländern und Europa, wobei Europa (-34 %) stärker betroffen war als Skandinavien (-15 %). Auch Einbußen im E-Commerce und im Einzelhandel in den USA sowie die Einstellung der Aktivitäten in Russland aufgrund des Krieges in der Ukraine haben dazu beigetragen. Trotzdem konnte die Rentabilität aufrechterhalten werden, dank einer starken Bruttomarge, einer Anpassung der Geschäftstätigkeit an die geringere Nachfrage und einer strikten Kostenkontrolle.
Das EBITA sank um 15,3 % auf 101 Mio. SEK, das EBIT schrumpfte um 18,6 % auf 96 Mio. SEK. Der Gewinn für das Quartal betrug 53 Mio. SEK, was 19,7 % weniger als im Vorjahr ist, aber dennoch das bisher zweithöchste Ergebnis in einem ersten Quartal darstellt. Der Auftragsbestand sinkt weiter unter den Vor-Corona-Stand. Im Neubau erwartet das Unternehmen kurzfristig keine Belebung, aber in einigen Bereichen in Nordamerika bewegt sich die Nachfrage auf einem guten Pegel. Kährs geht davon aus, dass die Kunden in den Hauptmärkten in der zweiten Jahreshälfte ihre Lagerbestände wieder auffüllen werden. Im Objektgeschäft rechnet das Unternehmen mit anhaltendem Wachstum.
aus
BTH Heimtex 07/23
(Wirtschaft)