Marburger Tapetenfabrik J.B. Schaefer GmbH & Co. KG

Marburger Tapetenfabrik baut Schlosserei nach Großbrand wieder auf

Nach einem Feuer im Dezember 2021 geht die Marburger Tapetenfabrik an den Wiederaufbau ihrer Schlosserei. 6 Mio. EUR werden dafür investiert.

Im Dezember 2021 zerstörte ein Großbrand die Schlosserei der Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain. Jetzt beginnt der Wiederaufbau. Ullrich Eitel, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, warf im Beisein von zahlreichen Ehrengästen die erste Schaufel Sand und gab damit symbolisch das Startsignal: "Es war eine anstrengende Zeit, die Katastrophe zu überwinden und zu improvisieren, damit der Betrieb wieder läuft. Aber wir haben es geschafft."

Der Neubau wird rund 6 Mio. EUR kosten, die Versicherung beteiligt sich zum Teil daran. Die Fertigstellung ist für Ende 2024 geplant.

Außer modernen Einrichtungen für die Schlosserei und die Elektrowerkstatt werden im neuen Gebäude Büros, Labore und ein Lager untergebracht. "Dieser Neubau ist für uns eine Initialzündung für die Zukunft", erläuterte Eitel. Weitere Teile des Betriebs werden modernisiert und ausgeweitet. Die Marburger Tapetenfabrik investiert unter anderem in eine neue Digitaldruckmaschine, die die doppelte Tapetenbreite in Sekundenschnelle bedrucken kann.

Der Sachschaden, der bei dem Brand auf dem Firmengelände entstand, beläuft sich auf 25 Mio. EUR. Wegen einer Verkettung unglücklicher technischer Umstände war eine thermische Nachverbrennungsanlage explodiert. Das Feuer dehnte sich auf die Schlosserei, das Magazin mit gelagerten Arbeitsmitteln und einen Teil der Produktion aus. Drei Mitarbeiter erlitten Rauchvergiftungen.

Es war schon der dritte Großbrand in der Geschichte der Marburger Tapetenfabrik: 1987 ging ein Brand von einem Schuttcontainer aus, 2013 hatte ein psychisch kranker Mann im Keller eines Gebäudes Feuer gelegt.
Marburger Tapetenfabrik baut Schlosserei nach Großbrand wieder auf
Foto/Grafik: Marburger Tapetenfabrik
Ullrich Eitel (2. von rechts) warf zusammen mit Gästen die erste Schaufel Sand und startete damit den Neubau der Schlosserei symbolisch. Dabei waren:
Olaf Hausmann (Bürgermeister von Kirchhain), Ann-Katrin Lieblang (Geschäftsführerin der Baufirma Farber und Schnepp), Anne Zahnwetzer (Architekturbüro Artec), Dr. Christoph Ullrich (Präsident des Regierungspräsidiums Gießen) und
Klaus Weber
(Kreisbeigeordneter).
aus BTH Heimtex 11/23 (Wirtschaft)