Fachverband der Holzindustrie Österreichs
Österreichische Holzindustrie weiter unter Druck
Die österreichische Holzindustrie hat sich 2024 in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld behauptet, musste jedoch deutliche Einbußen hinnehmen. Der Gesamtumsatz der 1.323 Mitgliedsbetriebe gab nochmal um 5 % auf 9,3 Mrd. EUR nach. "Die Rezession hinterlässt Spuren in unserer Branche", erklärte Herbert Jöbstl, Obmann des Fachverbands der Holzindustrie Österreichs. Die anhaltend schwache Baukonjunktur und geopolitische Unsicherheiten belasteten weiterhin die exportorientierte Branche, wie an dem um 7 % auf 1,4 Mrd. EUR reduzierten Außenhandelsüberschuss deutlich wird.
Auch die Beschäftigung war erstmals seit Jahren rückläufig: Die Zahl der Arbeitsplätze sank um 7 %. Obmann-Stellvertreter Erlfried Taurer forderte deshalb strukturelle Entlastungen: "Die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Österreichs muss sich wieder verbessern. Das heißt: runter mit den Lohnnebenkosten, runter mit den Energiepreisen und spürbarer Bürokratieabbau."
Ein Lichtblick ist die Entwicklung im Holzbau: Die Auftragslage ist stabil, erste Erholungstendenzen zeichnen sich ab. "Wir haben den Tiefpunkt durchschritten", so Jöbstl. Sinkende Finanzierungskosten und geplante Investitionen in Deutschland könnten der Branche neuen Auftrieb geben.
aus
Parkett Magazin 05/25
(Wirtschaft)