Landesinnung Baden-Württemberg: 8. Parkettforum in Freiburg

Generationswechsel im Vorstand

Die Innung Parkett- und Fußbodentechnik Baden-Württemberg hat auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung in Freiburg Thimo Dätsch zum neuen Obermeister und Markus Baumann zu seinem Stellvertreter gewählt. Dätschs Vorgänger Christoph Skaletzka wurde zum Ehrenobermeister ernannt. Fachthemen wie die Asbest-Erkundungspflicht, Fallstricke mit Klick-Vinyl-Verlegungen und Preisstrategien dominierten das 8. Parkettforum.

Die Landesinnung Parkett- und Fußbodentechnik Baden-Württemberg hat auf ihrem 8. Parkettforum in Freiburg im Breisgau einen Generationswechsel im Vorstand vollzogen: Nach langjähriger, erfolgreicher Amtszeit war Obermeister Christoph Skaletzka aus Tübingen nicht erneut zur Wahl angetreten. Die Mitgliederversammlung wählte Thimo Dätsch aus Schorndorf zu seinem Nachfolger. Neuer stellvertretender Obermeister wurde Markus Baumann. Dieser tritt die Nachfolge von Thomas Fahrner an, der sich ebenfalls aus seinem Amt zurückzog.

Weitere zehn Vorstandspositionen wurden per Blockwahl besetzt, informierte die Landesinnung. Alle Wahlen verliefen einstimmig. Für seine außergewöhnlichen Verdienste um die Innung und das Handwerk wurde Christoph Skaletzka von der Versammlung zum Ehrenobermeister ernannt.

Asbest-Fachkundelehrgang angekündigt

Der Fachteil der Tagung der Landesinnung mit rund 80 Teilnehmern spiegelte aktuelle Herausforderungen des Parkettlegerhandwerks wider. Ein zentrales Thema war die neue Gefahrstoffverordnung und die damit verbundene Erkundungspflicht für Asbest in Bestandsgebäuden. Thomas Fahrner warnte eindringlich vor erheblichen Haftungs- und Existenzrisiken sowie dem Verbot der einfachen Überbauung oder Überdeckung asbesthaltiger Materialien. Die Innung kündigte an, für ihre Betriebe zeitnah einen Fachkundelehrgang im Kompetenzzentrum in Ehingen anzubieten.

Intensiv diskutiert wurden außerdem Risiken für Schadensfälle bei der Verlegung modularer Klick-Vinylbeläge. Die Sachverständigen Thomas Allmendinger und Dominik Kison berichteten darüber, dass Marketingversprechen von Herstellern, wie "einfach und schnell zu verlegen", in der Praxis oft im Widerspruch zu den extrem hohen Anforderungen an die Untergrundebenheit stünden. Messungen belegten teils sehr geringe Verriegelungsmaße, die das Versagensrisiko der Böden erhöhen, sagten die Experten.

In praxisnahen Workshops erhielten die Teilnehmer darüber hinaus wertvollen Input für ihren Betriebsalltag: Rechtsanwalt Christoph Beiren beleuchtete Haftungsfallen bei Feuchtigkeitsgrenzwerten und die Fallstricke des Widerrufsrechts von Verträgen, die auf der Baustelle oder spontan geschlossen werden. Vertriebstrainer Axel Walz zeigte auf, wie Betriebe über psychologische Preisanker - zum Beispiel mit Drei-Options-Angeboten - klare Verbindlichkeiten im Prozess und mit der richtigen Präsentation im Showroom ihre Margen sichern können. Und der neu gewählte stellvertretende Obermeister Markus Baumann demonstrierte den Einsatz der handgeführten CNC-Oberfräse Shaper Origin für passgenaue Reparaturen und Intarsien.
Generationswechsel im Vorstand
Foto/Grafik: Landesinnung Baden-Württemberg
Der Fachteil der Tagung der Landesinnung Baden-Württemberg mit rund 80 Teilnehmern spiegelte aktuelle Herausforderungen des Parkettlegerhandwerks wider.
Generationswechsel im Vorstand
Foto/Grafik: Landesinnung Baden-Württemberg
Der neue Obermeister Thimo Dätsch (links) überreichte seinem Vorgänger Christoph Skaletzka die Ehrenobermeister-Urkunde.
aus FussbodenTechnik 02/26 (Wirtschaft)