Oberflächenveredelung: Holzböden schützen und gestalten

Techniken und Trends in der Parkettsanierung

"Die Sanierung wird zunehmend als kreative Chance gesehen, nicht nur als Instandsetzung", formuliert Parkettlegermeister Konstantin Blum den Anspruch an eine fach- und trendgerechte Oberflächenveredelung von Holzböden. Parkett Magazin fragte ihn und vier weitere Parkettlegermeister, welche Oberflächenbehandlungen bei ihnen zurzeit gefragt sind, wozu sie unter Aspekten der Nachhaltigkeit raten und welche Oberflächensanierung für sie besonders war.

Ob die natürlich schöne Anmutung von klassisch geöltem Parkett oder der individuelle Charme rustikal bearbeiteter Holzdielen in all seinen Facetten - kein anderer Bodenbelag bietet ein derart individuelles Gestaltungsspektrum wie Parkett im Zusammenspiel mit professionellem Fachhandwerk. Nach wie vor sind bei Neuverlegungen ebenso wie in der Sanierung natürlich matte Oberflächen der Haupttrend. Zu natürlich hellen und mittleren zumeist Eiche-Tönen kommen variierende graue, sandfarbene und vermehrt auch wieder erdfarbene Nuancen. Sie greifen den aktuellen Interieurtrend zu einem behaglichen, warmen Ambiente auf.

Der beliebte ultramatte Rohholz-Look beherrscht Imprägnierungen und Lack-Sortimente gleichermaßen. Für belastbare, unempfindliche und pflegeleichte Bodenflächen bieten Lack- bzw. Hartwachsöl-Systeme eine natürliche Oberflächenanmutung gepaart mit dem robusten Schutz einer dauerhaften Beschichtung. Moderne 1K-Lacke auf Wasserbasis gelten als einfach und sicher in der Anwendung und versprechen in der Nutzung die hohe Beständigkeit eines 2K-Lacks.

Individuelle Möglichkeiten
machen den Unterschied

Die verschiedenen Möglichkeiten der mechanischen Bearbeitung der Planken setzen den Trend zum Rohholz-Look konsequent fort. Gebürstete, gehobelte, sägeraue oder geschroppte Oberflächen verleihen Holzböden eine ganz individuelle Note. Im Leistungsangebot vieler Fachbetriebe hat sich in den letzten Jahren insbesondere das Strukturbürsten fest etabliert. Eine attraktive Gestaltungsoption für in die Jahre gekommenes Parkett, sofern es sich technisch für die Behandlung eignet. Durch Wässern und Bürsten der Fläche mit der Tellerschleifmaschine wird der weichere Holzanteil der Jahresringe abgetragen, der harte Teil des Holzes bleibt erhalten und es entsteht ein markanter Vintage-Effekt.

Mit anspruchsvollen Techniken wie dem Bürsten und Kolorieren können sich Fachbetriebe beim Kunden über die reine Instandsetzung hinaus als professionelle "Bodengestalter" positionieren und erfolgreich Mehrwerte erzielen.

|Imke Laurinat


Nachgefragt bei Klaus Bauer, Inhaber Fussboden Bauer, Motten-Kothen
"Die Pflege geölter Böden ist relativ einfach geworden"

Einen Parkettboden schleifen und neu versiegeln bzw. ölen ist grundsätzlich nachhaltiger als eine Neuverlegung. Wann raten Sie Ihren Kunden trotzdem ab?

Bei uns wird jeder alte Parkettboden vor den Schleifarbeiten geprüft. Dies ist wichtig, um einzuschätzen, ob der geklebte Parkettboden noch eine ausreichende Verbindung zum Estrich aufweist oder ob die Decklamellen bei Fertigparkett ausreichend verklebt sind. Sollte festgestellt werden, dass der Aufwand für das Nachkleben unverhältnismäßig ist, raten wir von einer Renovierung ab. An dieser Stelle ist uns eine ehrliche Einschätzung sehr wichtig, das schafft Vertrauen zum Kunden und hilft ihm bei seiner Entscheidungsfindung.

Welche Oberflächenveredelungen bzw. -gestaltungen sind bei Ihnen zurzeit gefragt?

Tatsächlich liegt bei uns derzeit das Ölen im Trend und hin und wieder auch das Strukturbürsten. Dies liegt vor allem daran, dass den Kunden heute die Haptik und die natürliche Oberfläche des Holzes sehr wichtig ist. Hinzu kommt, dass im Gegensatz zu früher die Pflege solcher Böden relativ einfach geworden ist. Auch das Einfärben von alten Holzböden steht immer wieder mal auf dem Programm. Insbesondere wenn der Nachhaltigkeitsgedanke bei Bestandsböden mit der modernen Einrichtung nicht im Einklang steht. Hier finden wir dann immer den richtigen Farbton, um das Gesamtbild des Raumes harmonisch wirken zu lassen.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Gesundheitsschutz von Oberflächenprodukten - zum einen in Ihrem Unternehmen, zum anderen für Ihre Kunden?

Grundsätzlich sind wir immer bestrebt, alte Holzböden zu erhalten. Deshalb war uns die Ausbildung zum Parkettrestaurator auch sehr wichtig. Eine Restaurierung, ein Überarbeiten von alten Parkettoberflächen ist immer nachhaltiger als eine Neuverlegung. Natürlich hat das für uns auch etwas mit der Achtung vor dem Werkstoff Holz zu tun, der Jahrhunderte zum Wachsen gebraucht hat. Für unsere Mitarbeiter, die täglich Klebstoffe und Lacke verarbeiten, steht außer Frage, dass wir "saubere" Produkte verarbeiten, die die gesundheitliche Belastung so gering wie möglich halten. Arbeitsschutz steht bei uns an vorderster Stelle.

Bei den Kunden ist es sehr unterschiedlich. Während junge Leute sich bei Renovierungen öfter Gedanken über diese Themen machen, sind die älteren häufig sehr gradlinig und entscheiden mehr nach Qualität und Optik, weniger nach Nachhaltigkeit. Wir setzen grundsätzlich nur noch Klebstoffe und Lacke mit dem Emicode EC 1 Plus ein, um die Kunden so wenig wie möglich zu belasten.

Welches Sanierungsprojekt ist Ihnen besonders in Erinnerung und warum?

Wir haben kürzlich in einem alten Pfarrhaus einen Weichholz-Dielenboden mit Kreuzfriesen aus Eiche von 1860 restauriert. Dieser ist zu einer Raumecke hin 14 cm gefallen, war mehrfach mit "Ochsenblut" gestrichen und hatte Kleber- und Spachtelmassereste auf seiner Oberfläche. Zu Beginn der Arbeiten wurde eine Dokumentation erstellt, alle Einzelteile durchnummeriert und der Boden vorsichtig aufgenommen. Nach der Trocknung wurden die Fehlteile in der Werkstatt mit Altholz ergänzt und eine Nut-Feder-Verbindung hergestellt. Anschließend ist der Boden wieder so eingebaut worden, wie er über 160 Jahre gelegen hat. Die Oberfläche wurde geschliffen, gebürstet und geölt. Es erfüllt uns mit Stolz, wenn man sieht, was aus dem alten Boden geworden ist und wie er in neuem Glanz erstrahlt, um die nächsten Generationen zu überleben.


Nachgefragt bei Ralf Edelmann,Leiter Anwendungstechnik Dr. Schutz & Eukula
"Nachhaltige Alternativen sind zuverlässig anwendbar, werden aber nicht immer bevorzugt"

Welche Oberflächenbehandlungen bzw. Gestaltungen liegen zurzeit im Trend?

Ein anhaltender Trend ist noch immer die Rohholzoptik: Oberflächen, die möglichst nah am natürlichen Erscheinungsbild des frisch geschliffenen Holzes bleiben - sehr beliebt zum Beispiel bei Eiche-Böden. Gefragt sind also Produkte, die den ursprünglichen Charakter des Holzes bewahren und dabei dennoch Schutz und gute Reinigungsfähigkeit gewährleisten. Ein Beispiel dafür ist das Eukula Nature 484. Darüber hinaus sind geölte, ökologisch verträgliche Oberflächen weiterhin häufig nachgefragt. Insgesamt geht der Trend also klar zu natürlichen Looks - oft auch kombiniert mit nachhaltigem Anspruch.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Gesundheitsschutz der Oberflächenprodukte?

Nachhaltigkeit und gesundheitsschonende Inhaltsstoffe werden vom Endkunden zunehmend eingefordert - oft stärker als vom Handwerker selbst. Für Verarbeiter stehen meist die schnelle, einfache und sichere Anwendung sowie hohe Beständigkeit im Fokus. Produkte wie das lösemittel- und kobaltfreie Eukula Oil 1FSerfüllen höchste ökologische Anforderungen. Doch weil es sich um ein imprägnierendes System handelt, ist die Verarbeitung aufwendiger: Das Öl muss aufgespachtelt, bis zur Sättigung eingearbeitet und sorgfältig auspoliert werden. Deshalb greifen viele Profis eher auf das Eukula Hardwax Oil zurück. Dies lässt sich unkompliziert im Rollauftrag in zwei Schichten verarbeiten und liefert reproduzierbare Ergebnisse mit homogenem Glanzgrad - enthält allerdings rund 50 % Lösemittel, was für die schichtbildenden Eigenschaften unerlässlich ist. Nachhaltige Alternativen sind also verfügbar und längst zuverlässig in der Anwendung, werden aber in der Praxis nicht immer bevorzugt.

Wie unterstützen Sie Ihre Handwerkskunden bei anspruchsvollen Kundenprojekten?

Unsere Unterstützung richtet sich immer nach dem jeweiligen Projekt und beginnt meist mit einer fundierten Beratung vor Ort, bei der wir gemeinsam mit dem Handwerker und Kunden die passenden Arbeitsschritte und Produkte für das gewünschte Ergebnis ermitteln. Auch bei der Kalkulation und Planung der Abläufe stehen wir beratend zur Seite. Während der Ausführung halten wir uns bewusst etwas zurück, bieten aber - soweit gewünscht - Aufbauempfehlungen und technische Begleitung an. Wenn im Verlauf der Arbeiten Fragen oder Probleme auftreten, sind wir kurzfristig erreichbar und unterstützen vor Ort. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit dem Verarbeiter ein Ergebnis zu erzielen, das am Ende alle Beteiligten überzeugt.

Welche Referenz mit Ihren Produkten hat Sie besonders beeindruckt - und warum?

Da gibt es tatsächlich einige schöne Projekte, insbesondere im Bereich farbig geölter Oberflächen - die sind optisch oft besonders beeindruckend. Ein Highlight für mich ist meist nicht die Größe oder Exklusivität eines Objekts, sondern wenn die Natürlichkeit des Holzbodens in perfektem Einklang mit der Einrichtung steht. Ein schönes Beispiel dafür ist der Hofbräukeller in Würzburg: Hier wurde ein stark beanspruchter Boden saniert und in ein modernes, dennoch authentisches Gesamtbild überführt. Solche Projekte zeigen, wie sich handwerkliche Präzision, gutes Produkt-Know-how und gestalterisches Feingefühl zu einem überzeugenden Ergebnis verbinden lassen.


Nachgefragt bei Konstantin Blum, Geschäftsführer Fußboden Blum, Kalbach
"Die Sanierung wird zunehmend als kreative Chance gesehen, nicht nur als Instandsetzung"

Einen Parkettboden schleifen und neu versiegeln bzw. ölen ist grundsätzlich nachhaltiger als eine Neuverlegung. Wann raten Sie Ihren Kunden trotzdem ab?

In der Regel empfehle ich die Aufarbeitung eines bestehenden Parkettbodens - das ist ökologisch sinnvoll, ressourcenschonend und meist auch wirtschaftlich. Dennoch gibt es Ausnahmen: Wenn die Nutzschicht eines Mehrschichtparketts bereits zu stark abgeschliffen ist, der Untergrund gravierende Mängel aufweist, oder keine richtige Verklebung zwischen Parkettboden und Untergrund mehr vorhanden ist, ist eine Sanierung nicht mehr fachgerecht möglich. Letztlich steht die technische Machbarkeit immer im Mittelpunkt der Empfehlung.

Welche Art der Parkettsanierung/Oberflächengestaltung ist bei Ihnen zurzeit besonders gefragt?

Wir beobachten aktuell eine hohe Nachfrage nach geölten Oberflächen - insbesondere im naturmatten Look. Kunden schätzen die warme, wohnliche Haptik geölter Böden und die Möglichkeit zur partiellen Ausbesserung. Darüber hinaus gewinnen strukturierte Oberflächen an Beliebtheit, etwa durch Bürsten oder Hobeln, um den rustikalen Charakter des Holzes hervorzuheben. In Designfragen erleben auch Farbbeizen oder farbige Öle ein Revival - besonders bei Eiche. Die Sanierung wird zunehmend als kreative Chance gesehen, nicht nur als Instandsetzung.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Gesundheitsschutz von Oberflächenprodukten - zum einen in Ihrem Unternehmen, zum anderen für Ihre Kunden?

Diese Themen sind für uns zentral. Als Fachbetrieb und Sachverständiger achte ich konsequent auf emissionsarme, zertifizierte Produkte - insbesondere bei Lacken und Ölen. Nachhaltigkeit beginnt bei der Auswahl der Materialien, reicht aber bis zur Anwendungstechnik und Entsorgung. Auch unsere Kunden stellen zunehmend gezielte Fragen zu Inhaltsstoffen und Umweltwirkungen. Sie wünschen sich langlebige, wohngesunde Lösungen - gerade in Familienhaushalten, bei Allergien oder in sensiblen Bereichen wie Kindergärten. Wir verstehen es als unsere Verantwortung, hier transparent und fachkundig zu beraten.

Welche Holzboden-Sanierung aus Ihrer Arbeit ist Ihnen besonders in Erinnerung und warum?

Eine Sanierung ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Ein stark beanspruchter, jahrzehntealter Eiche-Fischgrätboden in einer historischen Altstadtvilla. Die Oberfläche war abgelaufen, fleckig und mehrfach überarbeitet und völlig verschliffen. Nach dem Schleifen, Kitten und Ölen kam die ursprüngliche Struktur wieder zur Geltung, der Boden strahlte wieder. Die Freude der Bauherren war groß, denn sie hatten nicht damit gerechnet, dass ihr Boden noch so viel Charme freilegen kann. Solche Projekte zeigen, was Handwerk leisten kann - technisch und emotional.


Nachgefragt bei Lars Wildermann, Inhaber Parketthandwerk Wildermann, Simmerhofen
"Für Farbgestaltungen biete ich meinen Kunden individuelle Workshops an"

Einen Parkettboden schleifen und neu versiegeln bzw. ölen ist grundsätzlich nachhaltiger als eine Neuverlegung. Wann raten Sie Ihren Kunden dennoch ab?

Ich rate meinen Kunden davon ab, wenn z.B. alte, belastete Klebstoffe verwendet wurden oder sich der vorhandene Kleber vom Untergrund gelöst hat und eine sichere und dauerhafte Verbindung nicht mehr gewährleistet ist. Auch bei Decklamellenablösungen ist oft keine Sanierung mehr möglich, da sich die Nutzschicht irreversibel vom Trägermaterial löst. In solchen Fällen ist ein Rückbau die technisch sinnvollere Lösung.

Welche Oberflächenveredelungen sind bei Ihnen aktuell besonders gefragt?

Der Großteil meiner Kunden entscheidet sich derzeit für eine oxidativ geölte Oberfläche. Das liegt nicht nur am natürlichen Erscheinungsbild, sondern auch an den funktionalen Vorteilen: Geölte Böden sind bei fachgerechter Pflege antistatisch, antibakteriell und allergikerfreundlich - Eigenschaften, die vielen gar nicht bewusst sind. Zudem lassen sich diese Böden langfristig besser instand halten, auch wenn sie strukturiert oder farblich gestaltet sind.

Für farbige Gestaltungen biete ich meinen Kunden individuelle Workshops an. Dabei erarbeiten wir gemeinsam auf einer Musterfläche die gewünschte Farbwirkung. Ich erkläre dabei auch die technischen Grundlagen - von der Auswahl geeigneter Öle und Beizen bis zur Einschätzung der Machbarkeit am konkreten Bestand.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Gesundheitsschutz - für Sie und für Ihre Kunden?

Gesundheitsschutz steht bei meiner Arbeit an oberster Stelle - nicht nur im Hinblick auf meine Kunden, sondern auch, um meinen eigenen Arbeitsplatz langfristig unbelastet zu halten. Was ich selbst nicht einatmen möchte, setze ich auch nicht bei meinen Kunden ein. Natürlich gibt es im Bereich der Restaurierung gewisse Widersprüche: Manche bewährte Produkte wie Alkohole oder spezielle Lösemittel sind geruchsintensiv und erfordern eine gute Lüftung sowie konsequente persönliche Schutzausrüstung. Hier arbeiten wir mit der gebotenen Umsicht.

In der Beratung lege ich großen Wert auf nachhaltige Aufbauten - beispielsweise mit Massivparkett oder Mehrschichtparkett mit einer mindestens 6 mm starken Nutzschicht. Solche Böden sind langlebig, mehrfach renovierbar und ermöglichen eine transparente Beratung. Ein häufiger Problempunkt liegt jedoch nicht im Material, sondern in einer unzureichenden Kontrolle der Raumluftfeuchtigkeit - diesen Aspekt thematisiere ich grundsätzlich frühzeitig im Beratungsgespräch.

Welche Sanierung ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben - und warum?

Ein besonders eindrückliches Projekt war die Sanierung im Mannheimer Stadtschloss. Dort waren nach einem massiven Feuchteschaden über 23.000 l Wasser über den historischen Parkettboden gelaufen - und wir alle wissen, wie empfindlich Holz auf Feuchtigkeit reagiert. Die Herausforderung bestand darin, Lösungen zu entwickeln, den Schaden fachlich zu dokumentieren und das Material behutsam zu retten oder fachgerecht zu ersetzen. Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, wie anspruchsvoll - aber auch erfüllend - die Arbeit im Bereich der Parkettrestaurierung sein kann.


Nachgefragt bei Pascal Klingels, Inhaber Fußböden Klingels & Söhne, Duisburg
"Der Aspekt der Nachhaltigkeit tritt oft in den Hintergrund"

Einen Parkettboden schleifen und neu versiegeln bzw. ölen ist grundsätzlich nachhaltiger als eine Neuverlegung. Wann raten Sie Ihren Kunden dennoch ab?

In folgenden Fällen rate ich dem Kunden von einer Aufarbeitung ab:
- Wenn die Reparaturarbeiten wirtschaftlich den Rahmen überschreiten.
- Wenn das Parkett nicht mehr optisch ansprechend ist
- Wenn die Kundenwünsche nicht erfüllt werden können. Dies bedeutet, dass das Endergebnis zwingend dem Wohnkonzept entsprechen muss.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Gesundheitsschutz von Oberflächenprodukten - zum einen in Ihrem Betrieb, zum anderen für Ihre Kunden?

In unserer Ausstellung informieren sich einige Kunden über unser Nachhaltigkeitsengagement. Im Allgemeinen hat der Endpreis aber einen höheren Stellenwert, wodurch der Aspekt der Nachhaltigkeit in den Hintergrund tritt.
Unsere Mitarbeiter sind hinsichtlich Arbeits- bzw. Gesundheitsschutz bestens ausgestattet und halten die Sicherheit bei der Verarbeitung der Produkte ein.

Welche Parkettsanierungen bzw. Oberflächenveredelungen sind bei Ihnen zurzeit gefragt?

Tatsächlich wird in unserem Hause viel geschliffen und geölt. In einigen Fällen erfolgt auch eine Colorierung der Oberflächen.

Welche Holzbodensanierung ist Ihnen besonders in Erinnerung und warum?

In der jüngeren Vergangenheit haben wir einen Hochzeitsraum umfassend abgeschliffen und anschließend mit Öl behandelt. Bei der betreffenden Holzart handelte es sich um Mecrusse. Aufgrund der Aufbauempfehlung von Pallmann waren keine Komplikationen bei der Ausführung zu verzeichnen. Der Ablauf verlief reibungslos, so dass unser Kunde die Sommerpause für die Eröffnung nutzen konnte. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend.
Techniken und Trends in der Parkettsanierung
Foto/Grafik: Pallmann
Über die Instandsetzung hinaus: Mit anspruchsvollen Techniken wie dem Bürsten können sich Parkettleger als kreative "Bodengestalter" positionieren.
aus Parkett Magazin 05/25 (Handwerk)