Positive Signale durch mehr Baugenehmigungen
Zweistellige Steigerungsraten bei den Genehmigungen für den Wohnbau machen Hoffnung für die Zukunft. Im Wirtschaftsbau sind die Aussichten hingegen gemischter und schwanken je nach Art des Gebäudes.2025 wurden in Deutschland erstmals seit 2021 wieder mehr Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als im Jahr zuvor. Mit insgesamt 238.500 Einheiten liegt der Wert laut Statistischem Bundesamt um 10,8 % über dem von 2024. Bei den Neubauwohnungen fiel das Plus mit 12,8 % sogar noch höher aus; Genehmigungen für Wohnungen, die durch Umbau in bestehenden Gebäuden entstehen, stiegen lediglich um 2,7 % an.
In geplanten Neubauten verzeichneten die Statistiker hohe Steigerungsraten bei Einfamilienhäusern (44.500 Genehmigungen, +17,2 %) und der zahlenmäßig größten Gruppe der Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (128.100, +12,1 %). Auch für Wohnungen in neuen Wohnheimen (9.100, +34,2 %) wurden mehr Genehmigungen erteilt. Leicht rückläufig hingegen die Zahlen bei Zweifamilienhäusern (12.600, -1,1 %). Auch bei den Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden liegt der Wert mit 3.900 Einheiten (-10,3 %) unter Vorjahr.
Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden 2025 insgesamt 40.400 Wohnungen genehmigt, 2,7 % mehr als 2024.
Im Wirtschaftsbau gehen die Bauvorhaben hingegen zurück. Der zentrale Indikator zur Messung der Bauaktivität ist hier der umbaute Raum. Dieser verringerte sich bei den im Jahr 2025 genehmigten Nichtwohngebäuden gegenüber 2024 um 5,2 % auf 183,1 Mio. m
3 und damit den niedrigsten Wert seit 2014. Während sich das Volumen bei Warenlagergebäuden (-17,1 %), Fabrik- und Werkstattgebäuden (-13,0 %) und in insbesondere bei Anstaltsgebäuden (z.B. Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime, -37,8 %) stark verringerte, gab es bei Handelsgebäuden (+24,9 %) und landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden (+11,8 %) eine deutliche Zunahme.
aus
BTH Heimtex 03/26
(Bau)